Beckmann wird von der Presse als einer der „weltbesten
Jazzgeiger“ (Süddeutsche-Zeitung) charakterisiert.
Er studierte Violine in Düsseldorf, sowie Komposition und Jura in
München. Sein erstes Album nahm er als 17-jähriger Schlagzeuger
auf, besann sich aber schnell auf seine besseren Fähigkeiten als
Geiger. So spielte er zunächst mit eigenen Formationen auf der Straße
und in Swingbands der Familien Reinhardt und Weiss, aber auch bei einem
Avantgarde-Ensemble wie Peter Hamels „Beetween“.
Mit seiner 1972 gegründeten afrobrasilianischen Jazz-Band „SINTO“
[ Hörprobe
] gab er bis 1985
mehr als 1800 Konzerte in West- und Osteuropa sowie Japan.
1985 gründete er das „Hannes-Beckmann-Quartett“.
Seit dieser Zeit verwendet er in seinen Kompositionen neben afrikanischen
und südamerikanischen auch (ost-)europäische Ethno-Elemente.
Zusätzlich zu rund 140 Songs und Instrumentals schrieb er auch Ernste
Musik, u.a. die „Europäische Suite“.
Seit 1990 war er als Mitbegründer im Vorstand der Jazzmusiker-Initiative München e.V. (J.I.M.) und 10 Jahre lang maßgeblich an der Organisation des „Jazzfest München“ beteiligt. 1995 wurde Beckmann Professor für Jazz-Violine in Belgrad, seit 2001 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in München, wo er das von ihm konzipierte Projekt „Jazz-Improvisation, Freies Spiel, Ethno-Elemente“ leitet.
Beckmanns virtuoses Geigenspiel, die Präsenz auf der Bühne, die den Zuschauer in Bann zieht, haben ihn für die Presse zum „Teufelsgeiger“, zum „Derwisch der Jazzvioline“ gemacht. Die in der internationalen Szene hochgeschätzten Musiker seine Quartetts, alle Virtuosen auf ihren Instrumenten, machen die Live-Auftritte zu einem besonderen Erlebnis. Zu dieser „Kerngruppe“ stellt Beckmann auch andere Solisten und Gruppierungen bis hin zu Orchestern.

H. Beckmann
In seinen Kompositionen integriert er auf neue und ungewöhnliche Art u.a. ethnische Einflüsse aus Mitteleuropa und dem Balkan, aus Brasilien, Argentinien und der Karibik, aus Arabien und Afrika mit Elementen der Klassik und des Jazz. Der Sound seiner Musik ist unverwechselbar, seine musikalischen Ideen und ihre Realisation vielfältig. Als mitreißender Interpret seiner stilübergreifenden Kompositionen und Konzepte wird Beckmann gerade in seiner allgemeinen Verständlichkeit hohen musikalischen Ansprüchen gerecht und legt Wert darauf, dass das Publikum bei aller Innovation die Musik genießen und verstehen kann. Mit seinen hervorragenden Kontakten in die europäische und internationale Musikszene, stellt er die jeweilig passenden Formationen und Solisten zusammen. Neben der obligatorischen Zusammenarbeit mit internationalen Größen, bindet er genauso talentierte Newcomer in seine Projekte ein.
Er arbeitet auch multimedial, konzipiert Programme
in denen er optische und akustische Effekte verbindet. So entstanden beispielsweise
„Die blaue Krone – Kreuzwegstationen“,
[ RealAudio Hörprobe
]
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eine Auftragskomposition der Erzdiözese
München-Freising zu den Bildern des Malers Cäsar Radetzky (www.caesar-w-radetzky.de)
und den Meditationen von Abt Odilo Lechner (auch als Multimedia-Event),
oder „Zeitgleich“, eine Multimediaperformance mit dem Künstler
Haralampi Oroschakoff.

Die Blaue Krone – Kreuzwegstationen
Sein Interesse gilt genauso einem Weltmusikprojekt wie „Canto
Migrando“ für das Eine-Welt-Haus München, wie
einem Konzept für die Präsentation der Mercedes A-Klasse, für
das er ein weltweites Patent hält.
[ Hörprobe
]
„Durch Öffnung gegenüber neuen Einflüssen, insbesondere aus der brasilianischen und afrokubanischen, aber auch der südosteuropäischen und der klassischen Musik, hat er die von Stephan Grapelli und der Hot Club Nachfolge geprägten Stilistik entscheidend bereichert und zu einer eigenständigen Sprache verschmolzen, in der die rhythmische Intensität der amerikanischen Schule so präsent ist, wie die feinziselierte Eleganz der Sinto-Tradition oder der lange rhapsodische Atem à la Ray Nance...“ (rororo Jazzlexikon lesen)
Seit 1995 ist er Professor für Jazz-Violine in Belgrad.
Seit 2001 leitet er an der Hochschule
für Musik und Theater München das Projekt „Jazzimprovisation,
Freies Spiel, Ethno-Elemente“ und unterrichtet dort Jazzvioline.